33 – Ich bin stabil und (bleibe) gelassen

Gestern hatte mein Vater Geburtstag. Er wäre gestern 72 geworden, aber er hat sich vor Jahren entschieden, schon viel eher zu gehen. Ich hab es den ganzen Tag nicht auf dem Schirm gehabt. Abends dann kam eine Nachricht meiner Mum, die mir und meiner Schwester schrieb, sie stoße auf ihn an und sie sei so dankbar, dass es uns gibt. Und ein Freund von ihm schrieb mir, er sei einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben gewesen …

Das hat mich irgendwie kalt erwischt. Mit der geistigen Welt zu sprechen (Ja, hin und wieder red ich mit ihm …) ist eben nicht dasselbe, wie eine Seele in Menschenform mal in den Arm zu nehmen … Das hätte ich gestern gern gehabt. Mich mal einkuscheln und mir ein väterliches “alles ist gut,” und “was da draußen los ist, ist uns doch s***egal” abholen. Ein bissel warm ums Herz einsammeln …

Offenbar hab ich das mit in die Nacht genommen, denn ich dann wild geträumt. Nix in gegenständlichen Bildern, wie wir unsere Welt erleben, eher so Energiesachen … und so eine Art Welt(?)schmerz, kaum auszuhalten. Das war nicht allein meins. Egal, die Details spar ich uns. Wichtig ist ein Satz, der mir in den Traum rein gegeben wurde und der, wie ich finde allgemeingültig ist und wichtig … und darum schreib ich das hier alles.

Du bist IN dir stabil, orientiere dich IN dir.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, was das gemacht hat. Vertrauen, Geduld, Gelassenheit, Liebe, … wie so ein weicher Teppich hat sich das in mir unter allem Schmerz ausgebreitet und mich getragen.

Ich habe den Eindruck, wir richten uns grad alle neu aus und vielleicht gehört so ein “Geruckel” einfach dazu. Ich bin jedenfalls sehr dankbar für diese Durchsage und ich möchte darum auch dich daran erinnern:

Egal, was im Außen los ist. Total egal im Grunde. Du kannst dich selbst halten. Mach dich einfach auf die Suche nach deiner Mitte, nach dem Kern in dir, der weiß, dass dir nichts passieren kann. Meditiere, singe, tanze, mach ich weiß nicht was … geh einfach los. Du wirst den Punkt finden.

… voller Zuversicht und eingewickelt in diesen Traumteppich,
liepst, Zaza

15. Türchen: Wie liebevoll möchtest du heute sein?

Blöde Frage? Warum? Ich mag diese Frage. …

Ich glaube, da ist IMMER Luft nach oben. Es gibt jeden Tag etwas, das uns triggert, nervt, verunsichert, ärgert. Und ich behaupte, dass die meisten von uns dann eher unwirsch oder ungehalten reagieren. Manche auch aggressiv oder anderweitig emotional. Ich halte das auch erstmal für einigermaßen normal, dass wir nicht zwingend liebevoll reagieren – also aus der Liebe heraus. Nur ist das in meinen Augen kein Grund, sich diese Frage nicht immer mal wieder zu stellen und uns genau in diesem Moment, wo uns etwas wirklich triggert, daran zu erinnern, dass unsere Reaktion auf etwas immer und ausschließlich BEI UNS liegt und damit auch vordergründig nur mit uns etwas zu tun hat.

Bei uns? Ja bei uns. Bei wem sonst?

Ich behaupte sogar, dass die heutige Afformation ein Akt der Selbstliebe ist. Weil, wenn ich es schaffe, mit Triggern liebevoll umzugehen, dann bin ich auf die Art auch mit mir liebevoll umgegangen. Weil ich den Teil, der in mir noch unaufgeräumt ist und reagieren muss, mit Liebe begegne. Im Grunde könnte ich DANKE! sagen. Hat der andere mich doch auf einen Punkt auf meiner ganz persönlichen to-do-Liste aufmerksam gemacht. Ich möchte dir dazu einen Vortrag zu den Arschengeln von Robert Betz ans Herz legen. Der bringt es schön auf den Punkt und zeigt auf, welche Haltung dieses Gemecker im Außen (also mit denen die uns triggern) dahinter steckt. Wenn immer die andern … ja dann bleib ich ja immer das Opfer. Das Dumme daran ist, mit dieser Haltung bin ich allem ausgesetzt, was mich umgibt und kann (und werde) an meinem Leben nichts ändern. Das mag den Einen oder Andern entspannen – nur … wenn sich nichts ändert, kann auch nichts besser werden. Der andere wird nicht aufhören, mich zu triggern …

Sehr spannend in diesem Zusammenhang auch ein Buch von Rüdiger Dahlke: Das Schattenprinzip. Interessant für alle, die sehr viele Arschengel um sich herum haben und das ändern möchten.

Es hat also vordergründig mit mir zu tun, was mich nervt, ärgert, verunsichert … was etwas in mir auslöst. Die gute Nachricht: Da es MICH betrifft, hab ich auch den allergrößten Handlungsspielraum. Denn MICH kann ich ändern. Andere eher nicht 😉

Also … Wie liebevoll möchtest du heute sein?

Liepst,
deine Zaza

PS Das Motiv kennst du schon … was es damit auf sich hat, und warum sich hier Orange und Limette küssen … das findest du hier.

Wannengezwitscher

Sonntagmittag, 12.20 Uhr.

Draußen ist Herbst, die Sonne scheint durchs Fenster und ruft mich, kitzelt meine Nase. Ich sitze auf meiner Couch und zeichne an einer Inktober-Zeichnung, neben mir schnurrt Mausi und leckt sich ihre Pfoten. Und aus meinem Bad zwitschert es und pfeifft und summt und plätschert es fröhlich – mein fröhlicher Spross … Mein Herz hüpft.

Ich liebe diese Momente. Ich weiß dann, alles ist in Ordnung. Ich bin gesegnet. Und genau das wünsche ich dir auch. Kleine Glücksmomente im Alltag, die dein Herz berühren. Mögest du sie erkennen und empfinden können. Denn sie sind da. Egal, wie dien Leben grade ist.

Danke! Danke für diesen Moment. #glück