29. Türchen: Heute zeige ich mich

Sind wir nicht alle allzuoft darauf bedacht, unsere Schokoladenseite zu zeigen? Wir wollen bestimmen, wie uns andere wahrnehmen. Und das nicht nur in den Sozialen Medien. Wir stellen uns dar, wir gestalten unser Profil. Und wir behalten uns vor, zu verstecken, wer wir wirklich sind. Wir denken, wir können alles kontrollieren.

Ich behaupte: auf die Gefahr hin, dass wir uns selbst vergessen.

Und ich behaupte: That’s bullshit.

Wenn wir im echten Leben mit sensitiven Menschen gesegnet sind, bekommen die sowieso mit, was los ist hinter der Fassade. Und der Rest spürt, dass da etwas nicht stimmt … Es lohnt sich also gar nicht, sich zu verstecken und nur das zu zeigen, was wir möchten, was andere wahrnehmen. Es geht nur sinnlos auf Kosten unserer Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Also … wie wäre es, wenn wir uns zur Abwechslung einfach zeigen, wie wir sind? Zeigen, wenn wir verletzlich sind. Zeigen, wenn wir unsicher sind. Zeigen, wenn es uns grad nicht so gut geht. Wenn wir einfach sind, wer wir sind …

Und nein, das ist keine Einladung zum gelebten Dramoulette. Es ist die Einladung, sich nicht so wichtig zu nehmen und sich in seinem Sein zu offenbaren. Ehrlich zu sein. Dann sieht eben der andere, dass wir grad nicht so diszipliniert sind, wie wir es gern wären. Oder dass wir einen Fehler gemacht haben … NA UND? Wir sind Menschen, wir müssen nicht perfekt sein. Wir sind gemacht für Fehler. Weil wir daraus lernen. Und wir sind gemacht, um uns zu erfahren. Wie soll das gehen, wenn wir dauernd verstecken spielen?

Andere bescheißen geht nur auf Kosten der eigenen Glaubwürdigkeit. Und wenn wir uns selbst nicht mehr glauben können, wem dann?

Also … Wer bist du? Wie geht es dir WIRKLICH? Und wie wäre es mit einem Experiment? Wie wäre es, du zeigst dich heute pur und so, wie du bist? … Da, genau da liegt deine Schönheit.

Ich freue mich, dir zu begegnen.
Liepst, Zaza

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