35 – Ich bin heute sooooo stolz auf mich!

Gestern hatte ich ein längeres Gespräch mit einer jungen Mutter. Darüber, wie es grad so ist, mit Corona. Und darüber, was das für Veränderungen im Alltag bedeutet. Für Sie als Frau, als Mama, als Partnerin, als Tochter, als Selbständige, als sie selbst, als … ja wir kennen das alle. Unsere Rollen, die wir so zu erfüllen haben, haben sich quasi über Nacht Kinder bekommen. Jetzt sind wir mindestens noch Lehrerin und Spielkumpan neben allem andern.

Und wie so oft sehen wir einfach nur den Anspruch, den wir haben, allem gerecht zu werden. Die Mama, die ihre Kinder zum Homeschooling motiviert, dabei gut gelaunt Jobemails beantwortet, den Haushalt schmeißt, ihrem Gatten zur Seite steht und über sich hinaus wächst. Ohne dabei den Ausgleich zu haben, den es sonst so gab. Nix da mit der Freundin, die mal eben schnell rum geschnipst kommt auf ein Feierabendweinchen. Oder der wöchentlichen Jogastunde … Und grad wir Frauen sind es oft, die dann gar keinen Raum mehr für sich selbst haben. Sicher auch, weil wir ihn uns nicht ausreichend selbst einräumen.

Und dann wundern wir uns, wenn das Leben schwer wird. Wenn die Lust aufs Leben, die uns hilft morgens aus dem Bett zu hüpfen, einfach im Bett liegen bleibt. Wir übersehen, was wir alles leisten. Wir übersehen, uns Freiräume zu bauen. Wir vergessen nach der Lebensfreude in den kleinen Momenten Ausschau zu halten. Und vor allem vergessen wir, uns dafür zu feiern, dass wir das trotzdem alles irgendwie gebacken kriegen.

Und genau dafür habe ich dieses Bildchen gezeichnet. Ich lade dich ein: Lade es dir herunter, drucke es dir aus und häng es dir an den Spiegel. Erinnere dich selbst daran, auf dich stolz zu sein. feiere dich. Tu dir gut. Und erlaube dir Ich-Inseln.

Ich-Inseln? … wie wäre es mit einem kurzen Mittagsschlaf, Mittagsspaziergang allein oder mit Hörbuch … Schnupper mal an Zitronen, an Lavendel … lobe dich. Oder du liest ein Buch, wenn die Kinder (ok, die kleineren) Mittagsschlaf halten. Kleine Meditation, kurz mal Augen zu, tief durchatmen, dabei nix tun als atmen … einfach so.

Und sucht die Lebensfreude. Kinder sind Spezialisten darin. Sch*** doch mal auf die Hausaufgaben. Hast du schon mal ausprobiert, wie viele Papierflieger sich mit YouTube und allen im Haushalt vorhandenen alten Hausaufgaben (die eh keiner mehr braucht) basteln lassen? Ob Mathe wohl besser fliegt als Deutsch? … Und mit den Fingern essen kann seeeeehr sinnlich sein. Den ganzen Tag rückwärts laufen … alle O’s weg lassen beim Sprechen … Pappnasen tragen, durch Pfützen springen, …

Kurzum: Erlaube dir, stolz auf dich zu sein und Spaß zu haben.
Und berichte gern mal, wie es dir damit geht.

Hab dich einfach lieb.

Liepst, Zaza

💦 Ich-Inseln mit Ölen

Für Sonne im Gemüt: Zitrone. Das ist geballte Sonnenkraft in einer Flasche. Das zieht dir einfach kurz die Mundwinkel hoch. Und grad im Winter erhellt sie Räume und Gemüter. In meinem Flur z. B. steht ein Sprühfläschchen mit Zitrone und Wasser. Einfach kurz schütteln und großzügig um mich herum sprühen … und um meinen Spross. Augen zu, ein Pffft und kurz mal durchatmen. Soooo schön!

Provence im Bad: Lavendel Ok, das ist jetzt vielleicht nicht soooo spektatkulär – erstmal – aber letztlich total entspannend: So ne kurze Pause im Bad und kurz mal am Wannenrand sitzen, einen Tropfen Lavendel auf den lauwarmen, feuchten Waschlappen (der freut sich darüber noch viel länger übrigens, weil er nicht so schnell müffelt) … und das Ganze auf die Augen legen und einfach mal durchatmen. Bis mindestens 100 zählen – vorwärts UND (!) rückwärts. Das rückwärts ist wichtiger, weil es mal kurz das Gedankenkarussell stoppt und dich in eine Art meditativen Zustand bringt. Probier es mal aus.

Frag mich gern nach mehr oder schau doch mal hier … oder schreib mir ne Mail. Ich verzähl dir gern mehr dazu 🙂

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