Einblicke:

Ich übersetze Übungen in Arbeitsblätter

28. Jan. 2026

Was meine ich eigentlich damit, wenn ich behaupte, Übungen in Arbeitsblätter zu übersetzen? Und was ist daran so besonders? Diese Fragen beantworte ich in diesem Artikel. Möge es etwas Licht ins Dunkel bringen … 😉

Mit einer echten Übungsseite aus einem echten Workbook einer Kundin übrigens.

Inhaltsverzeichnis

Ach, das ist doch nur Text mit Zeilen zum Reinschreiben!

Wenn man ein Workbook als gedruckte Version von Frage & Antwort versteht, könnte es das sein, ja.

ABER …

So, wie ich das sehe, kann man es dann auch lassen. Das schafft jeder Teilnehmer mit einem einfachen Notizbuch selbst. Das sind in meiner Welt dann allerdings keine Arbeitsbücher, die man einem Coachee oder Kursteilnehmer an die Hand gibt. Das Geld kannst du dir sparen. Die Betonung liegt doch auf dem ARBEIT in Arbeitsbuch – oder eben dem WORK im Workbook und das nicht in dem Sinne, dass ich es den Klienten schwer mache, sondern eben sie auch beim selbständigen Arbeiten an die Hand nehme und führe. Oder nicht?

WORKbook oder workBOOK?

Für mich liegt die Betonung eindeutig auf WORK. Es geht nicht darum, dass hier ein Buch geschrieben werden soll, in dem sich alle Kursinhalte 1 zu 1 wiederfinden. Wäre ja auch Blödsinn. Du möchtest ja, dass die Teilnehmer dran bleiben und deine Videos schauen oder Live dabei sind – mit wachem Geist und offenem Herzen. Das brauchen sie aber nicht, wenn sie das Ganze im WorkBOOK in Ruhe nachlesen können, beim Tee auf der Couch. Am besten noch als Buchstabenwüste.

Es geht in meiner Welt eher darum, den Teilnehmern die Arbeit mit dem Kurs zu erleichtern, ihnen zu helfen, dran zu bleiben, die Übungen und Reflexionen aktiv mitzumachen und dabei das, was sie in dem Moment erleben, auch auf dem Blatt, auf dem sie sich Notizen machen, abzubilden. Also ihre innere Arbeit im Außen auf dem Papier wiederzugeben; EINS draus zu machen.

Die innere Arbeit im Außen (auf dem Papier) abbilden

Wenn das gelingt, schafft man es, Irritationen und alles, was sonst noch ablenkt oder Fragen aufwirft, zu minimieren. Das ist für mich ein richtiges WORKbook; ein ARBEITSbuch – oder, wie ich gern sage: Dann ist es ein echtes WIRKbook 😉

Dafür braucht es ein bissel mehr als immer wieder nur Zeilen zum Reinschreiben. Wobei die auch oft Sinn machen – das liegt glaub ich auf der Hand. Dafür braucht es meiner Erfahrung nach Klarheit vom Coach, Erfahrung vom Grafiker (am besten auch als Kursteilnehmer) und ein Gefühl von dem, was bei den Workbook-Nutzern grad abgeht, auf dieser Seite, auf der sie gerade sind. Auch der Grafiker sollte davon idealerweise eine Idee haben, die Erfahrung hilft dann, das Ganze ins Layout zu transportieren.

Manches Blatt braucht Raum für den Geist zum Wandern. Wenn man beispielsweise aufgefordert ist groß zu denken, weil Ideen gesammelt werden sollen, kann ich nicht mit klein-kleinen Minizeilen daher kommen. Da kann der Geist nicht weit werden. Das ist wie Heulen, wenn man in den Himmel schaut. Geht nicht. Macht unser Hirn nicht mit. Klein-klein sendet die falschen Signale ins Hirn wenn man sich für große Ideen inspirieren (lassen) möchte.

Andere Blätter bekommen ihre Struktur durch Tabellen oder wenigstens das Layout einer gedachten Tabelle.

Ich denke, folgendes Beispiel hilft, das zu illustrieren:

Zum Beispiel

Vorab eins: Lieben Dank an 👉 Susanne Füller, die mir die Erlaubnis gegeben hat, diese Seiten zu zeigen.

Diese Seiten sind ihrem Arbeitsbuch zum Inneren Kind entnommen, das ursprünglich für einen Workshop entwickelt wurde und das sie derzeit in ihrem Angebot zur Inneren Kind-Arbeit und in ihren individuellen 1:1-Coachings nutzt. Susanne arbeitet systemisch, so ist auch dieses Arbeitsbuch angelegt.

👍 Das nachfolgende Bild kannst du anklicken, dann öffnet es sich in einem neuen Tab.

Ein Arbeitsblatt mit dem Titel "Vater & Mutter erkennen" enthält zwei gepunktete Spalten mit den Bezeichnungen "Vater" und "Mutter" sowie Aufforderungen und Fragen zur Selbstreflexion in deutscher Sprache. Blaue und graue Akzente werden durchgehend verwendet. © Susanne Füller

Für diese Übung sollen sich die Teilnehmer je ein Symbol für Mutter und Vater suchen und vor sich stellen. Dann werden nacheinander jeweils in Bezug zu Mutter und Vater dieselben Fragen beantwortet. Dieser Übungsaufbau findet sich auf dem Arbeitsblatt wieder.

Man sieht hier gut, dass es Sinn macht, diese Übung anders zu gestalten als Frage/Antwort (Zeile). Denn man sieht auf einen Blick die Komplexität der Übung und hat am Ende auch die Antworten auf einem Blatt.

Und weil nicht jeder sich in so einem Moment kurz fassen kann oder vielleicht groß schreibt oder viele Empfindungen hat, haben wir dem Arbeitsblatt eine Notizen-Seite nachgesetzt und diese frei gelassen. Nur das Pünktchen-Raster, damit die Zeilen leicht geführt werden, ist da und auch die Unterteilung links und rechts (also 2 Spalten) wiederholt sich unaufdringlich. So können die Blätter für die Übung den individuellen Bedürfnissen entsprechend genutzt werden. Das meine ich mit „Übung in ein Arbeitsblatt übersetzen“.

Was geht noch?

Grad in Onlinekursen ist es oft schwer, die Teilnehmer bei der Stange zu halten und zu motivieren, bis zum Ende dran zu bleiben. Vielen knallt der Alltag dazwischen. Kind krank, stressige Arbeitsphasen, Stress mit dem Partner … und dann einen Onlinekurs gebucht, der ein z. B. ein Selbstlernkurs ist. Keine Live-Termine, die einen immer wieder rein ziehen. Da hilft dann auch so ein schönes Arbeitsblatt nicht, da braucht es was anderes, das immer wieder erinnert und die Teilnehmer wieder rein holt.

Ich finde, Workbooks können da eine Menge leisten. Man kann zum Beispiel interaktive Elemente einbauen. Warum nicht ein gedrucktes Workbook, dessen Einband sich als Plakat entpuppt, das man an die Wand. hängen kann? Schön gestaltet (Selbstredend!) und mit einer Timeline, in der man sich selbst Termine, Ziele, Ergebnisse, Highligths etc. eintragen kann … Was, das mitlebt und einen immer erinnert. (Weil das, was an der Wand hängt und sich NICHT verändert, verguckt sich. Das übersieht das Hirn im Laufe der Zeit.)

Seiten, die man herauslösen kann mit motivierenden Zitaten, Erinnerungs-Klebezettelchen, die man verteilen kann (z. B. im Kalender), Postkarten, die nach einem gewissen Zeitpunkt im Briefkasten landen (ja, echte!) und Fragen stellen und einen erinnern, dass Dranbleiben manchmal wieder anfangen und den Faden wieder aufnehmen ist … Und so weiter.

Und wenn du jetzt denkst: Klingt gut, das könnte was für mich sein, dann melde dich bei mir und 👉 schreib mir. Wir schauen mal, was gehen könnte. (Preise und Pakete als erste Orientierung findest du 👉 hier.)

Und wenn es dich inspiriert hat und du selbst schon was zusammengestellt hast und nur möchtest, dass ich nochmal drauf schaue, dann buche mich doch für ne Runde Inspirations-Feedback. Dafür kannst du folgendes 👉 Angebot nutzen.

Ich freu mich, wenn ich dich dabei unterstützen kann, zauberschöne Workbooks zu gestalten, die deine Teilnehmer gern benutzen. ☺️

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