8. Türchen: Alles hat seine Zeit

Der folgende Text ist aus der Bibel, aus einer Predigt von Salomo … und ich Ostkind kannte es nur von den Pudyhs aus dem Film Paul und Paula und hab eben erst mitbekommen, wer hier das Original ist. Die haben das ein klein wenig abgekürzt und einen Ostrock-Klassiker damit verfasst. Und jetzt, wo ich das schreibe, frage ich mich ernsthaft, ob das einfach so durch die Zensur gegangen ist oder die Zensierenden nur nicht verstanden oder gewusst haben, dass da die Bibel zitiert wird. Vielleicht war es auch frei genug interpretiert und es war Zeit für dieses Lied 😉 … Wer weiß … Und wer nicht weiß, welches Lied ich meine, kann sich gern auf YouTube ebendieses anhören.

Mein Tipp: Erst Lied anhören und dann mit Melodie und Rhythmus im Ohr den Bibeltext lesen … das hat was. Versprochen!

Ein jegliches hat seine Zeit, 
und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; 
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 

töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; 
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 

weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; 
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; 
herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; 
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 

zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; 
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 

lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; 
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Heute früh erwachte ich jedenfalls mit diesem Gedanken: ALLES HAT SEINE ZEIT. Und gewöhnlich nehme ich einen meiner ersten Tagesgedanken, um das Tages-Türchen zu texten und ein passendes Bild heraus zu suchen oder zu zeichnen. Das ist mein Adventskalenderchen für mich: eine frühe philosophische Stunde, die ich dann einfach nur an dich weiter reiche.

Ich werde es heute damit belassen, was in der Bibel steht. Dem ist in meinen Augen nichts hinzuzufügen.

Ich bin mir im Klaren, dass ich mit meinen Türchen-Tagesgedanken immer nur an der Oberfläche kratze. Und ich hoffe, es reicht, um dich und dich … ja und vielleicht auch dich dazu anzuregen, sich eigene Gedanken dazu zu machen und ein klein wenig bewusster durch den Tag zu gehen. Und sich immer mal zu fragen: Ist das jetzt die Zeit für das, was ich gerade tue? Oder ist eigentlich was ganz anderes dran?

In diesem Sinne,
alles braucht seine Zeit – äh HAT seine Zeit …
Liebst, Zaza

7. Türchen: Ich bin verbunden

Was meint das eigentlich? Komische Aussage. Womit denn?

Mit allem und jedem.

Wie – mit allem und jedem? Warte mal … Nö, oder? Mit allem? Wie soll da denn gehen … Und mit J-E-D-E-M?! Um Himmels Willen, dann wäre ich ja auch mit diesem Rindvieh von gestern verbunden, der mich geärgert hat und mit dem Penner da unten, der immer an unsere Hauswand pinkelt und mit … nö. Hör doch auf!

Ungefähr so verlief meine erste Begegnung mit diesem Gedanken. Ich hatte versucht, es mit meinem Verstand zu erfassen. Naja, das Ergebnis war mäßig aber nicht ganz uninteressant.

Und dann klingelte das Telefon und ich wusste, wer dran ist und auch, dass es der Person nicht gut ging, noch bevor ich ran ging. Dann fiel mir ein, dass ich als meine Großmutter starb, in dem Moment, nicht wissend, dass sie gerade ihr irdisches Dasein verlassen hatte, fühlte, dass etwas anders war in meiner Welt. Es klingelte zur Hofpause und von einem Atemzug zum anderen war ich traurig und hatte ein Gefühl von Leere. Kurz darauf erfuhr ich, das war der Zeitpunkt, an dem sie ging. …

Du kennst das sicher auch. Du denkst an jemanden und er meldet sich. Du weißt plötzlich etwas, ganz sicher, ohne zu wissen, woher und warum.

Und die Mütter unter uns dürften das kennen: Du bist irgendwo, dein Baby – das gerade nicht in deiner Nähe ist – bekommt Hunger und dir schießt die Milch ein. Irgendwas passiert mit deinem Kind und du spürst es.

Und warum ist das alles so? Du bist verbunden.

Gemeinsame Visionen, Gedankenübertragung, Telepathie, dieselben Sachen sehen z. B. in Meditationen, ein Wissen, am richtigen Ort zu sein, oder dass hier und heute etwas Wichtiges passiert, Vorahnungen, Träume … all das gehört da meiner Meinung nach mit rein.

Genauso ist es mit allem auf der Welt. Oder warum denkst du, sind alle gerade müde und spüren mehr, was um uns herum so los ist? Warum verändert sich die Welt so umfassend und wir Menschen uns mit ihr mit?

C. G. Jung sprach vom kollektiven Unbewussten … und wenn man den Gedanken mal weiter denkt, dass wir alle an einem Bewusstsein “dran hängen” oder davon durchdrungen sind, könnte man bei der Bibel und Gott landen, den wir auch als großes uns allen inne wohnenden Bewusstsein verstehen können.

Die Quantenphysik zeigt es uns auch. Es gibt Versuche mit Zellen, die geteilt wurden und geographisch weit voneinander entfernt wurden – eine Zelle wurde getriggert und beide haben zeitgleich reagiert. Es gibt Experimente, die gezeigt haben, dass Teilchen, erst wenn sie beobachtet werden, kollabieren und eine Form annehmen. Verbundenheit?

Ich möchte hier nicht behaupten, ich hätte dieses Einssein bereits bis in die Tiefe gefühlt und ich wäre erleuchtet und könnte mit jedem Menschen, auch zu denen, die mich triggern, Verbundenheit fühlen. Aber es gibt einen Teil in mir, etwas, das ich nicht so richtig in Worte zu fassen vermag, der fühlt, dass in diesem Satz für mich eine tiefe Wahrheit steckt.

Anfangs hat mich die Idee, verbunden zu sein, egal, ob ich das jetzt so fühle oder nicht, erschreckt. Siehe oben … ich möchte das gar nicht unbedingt mit jedem Menschen sein, auch nicht mit jeder Idee. Und dennoch ist da etwas, das sich in dieser Verbundenheit wohl fühlt, ja sicher. Denn, wenn du mit dem Herzen auf alles “schaust”, dann spürst du, es gibt da etwas, das größer ist als du selbst und es trägt dich und führt dich. Du bist eben nicht allein.

In diesem Sinne,
liebst, Zaza.

6. Türchen: You are beautiful!

Heute ist Nikolaus und mein Geschenk ist die Erinnerung daran, dass du wundervoll bist. Einzigartig und einmalig. Und damit übergebe ich SEOM das Wort, der in den Shownotes zu seinem Video auf YouTube es selbst so formuliert:

“Dieser Song ist für DICH, du wundervolles Wesen! “Wundervoll“ ist eine Hymne an die Einzigartigkeit, Schönheit und Magie eines jeden Einzelnen Menschen. Er soll dich daran erinnern, dass du ein wundervolles Wesen mit unbegrenzten Möglichkeiten bist. Liebenswert, formvollendet und wundervoll! ❤” (Seom)

Treffender krieg ich es nicht hin … also lehn dich zurück und lass dich von ihm berühren.

HIER GEHT ES ZU DIESEM WUNDERVOLLEN SONG

So, you are beautiful, honey. Und damit du dich daran ab jetzt immer erinnern kannst, lade dir gern unten das Bild für dein Handy herunter. Gleich auf den Sperrbildschirm …

Ich wünsche dir, dass du fühlen kannst, wie sehr du geliebt bist.

Liebst, deine Zaza

5. Türchen: Relax!

Bist du irre? Ich hab noch sooo viel zu tun! Als ob ich jetzt durchatmen kann und mich auf die Couch legen.

Von Couch hat niemand was gesagt, aber durchatmen, mal inne halten, eine Pause einlegen. Einen Tag mal halbes Tempo … Es KÖNNTE Nebenwirkungen haben, klar. Du könntest dich runter fahren, dein ganzes System hätte mal Gelegenheit, durchzuatmen, dein Immunsystem würde sich riesig freuen, dein ganzer Stresshormonhaushalt …

Ja früher, da hab ich das immer mal gemacht, da war ich immer mal schwimmen oder in der Therme oder im Kino oder tanzen … aber hat ja alles zu jetzt, geht ja nicht mehr.

Stimmt. ABER der Wald hat offen. Immer. Und da sind Bäume und die arbeiten mit deinem Körper und deiner Seele zusammen. Es riecht ganz anders, die Luft fühlt sich anders an als mitten in der Stadt oder in deiner Wohnung, der Boden, auf dem du gehst, ist ein anderer … Alle Sinne erfahren sowas wie ein Reset. Wenn du dich drauf einlässt und mal ein Weilchen unterwegs bist.

Aber ich MUSS …

Nein, nix MUSST du. Ok, vielleicht hast du nichts mehr im Kühlschrank und brauchst noch ne Kartoffel damit du morgen was zum Essen hast. Dann geh halt auf dem Rückweg einkaufen. Und ja, vielleicht hat eine Freundin Geburtstag und die wolltest du unbedingt anrufen. Machs danach. Mach heute einfach mal einen entspannten Tag. Eins nach dem andern, in aller Ruhe, und nix muss.

Aber morgen, da ist Sonntag, 2. Advent, da kann ich dann … da muss ich nur noch …

Genau. Irgendwas ist nämlich immer und morgen ist auch noch ein Tag. NA UND? wenn du es immer auf morgen schiebst, wirds nicht passieren. Morgen ist immer morgen und nie jetzt … Wie wäre es also, JETZT mal inne zu halten, durchzuatmen, dir eine Jacke anzuziehen und ne Runde raus zu gehen oder dein Meditationskissen zu schnappen und mal ein Stündchen nach innen zu gehen und durch dein Innenleben zu spazieren. Dich zurück zu lehnen und mal wieder (Nach wie viel Jahren?) deine Lieblingsmusik zu hören, ein Wannenbad zu nehmen (is egal, ob jetzt Mittag ist, die Wanne hat, wie der Wald IMMER geöffnet), oder ein Fußbad oder da ist der Sessel und dein Buch, das du seit dem Sommer nicht weiter gelesen hast …

Und wie wäre es, dir in deinem Alltag viel mehr solche kleinen Ruhe-Inseln einzubauen, wo du einfach mal eine ruhige Kugel schieben kannst? Schreib es mir gern ins Kommentarfeld. Und wenn du es nicht siehst, klick auf die Überschrift, dann landest du auf der Seite, auf der die Kommentare angezeigt werden.

Also … Was ist deine Lieblingsruhe-Insel?

Liebst,
Zaza

PS. Stichwort Entspannen und Wald … da hab ich noch ein kleines Extra heute: Eine Folge aus dem Podcast von Silke Fritzsche, wie jede ihrer Folgen dicht gepackt mit Wissen und Inspiration. Dringende Hörempfehlung! 😊 #49 Wie du aus dem DRUCK RAUS kommst (3 Top Tools)

4. Türchen: Es ist, was es ist

Es gibt dieses Gedicht von Erich Fried, das geht so los: Es ist was es ist, sagt die Liebe.

Ein weiser Satz. Da steckt so viel drin, quasi jeden Tag was Neues 😉 … Zum Beispiel, dass Annehmen ein Akt der Liebe ist. Dinge, Menschen, Situationen, ja vielleicht sogar körperliche Schmerzen. Da steckt auch drin, dass Kämpfen, Widerstand nicht helfen.

Und natürlich heißt das nicht zwingend, das man alles hinnehmen muss, nur weil es gerade ist. Ich kann die Wohnung aufräumen, den Müll raus bringen, mein Leben in Ordnung bringen, Freundschaften schließen, Liebesbeziehungen eingehen oder beenden, Konflikte klären, mich aus Situationen oder von Menschen lösen, Altes los lassen, an mir arbeiten … und so weiter.

Und dennoch gibt es Situationen, die sich meiner Kontrolle entziehen, die ich nicht direkt beeinflussen kann. Wir alle erleben das gerade im Außen und dürfen lernen, damit umzugehen.

Das macht jeder auf seine Art. Der eine hat Angst und pustet sie in die Welt, der andere leugnet die Situation und wieder andere werden aggressiv versuchen so die Kontrolle zu behalten. Am Ende wissen wir alle weder, was hier wirklich los ist noch, wie lange Corona wütet.

Wir alle dürfen lernen, hier unseren Umgang zu finden und mit dem umzugehen, was ist. Und hier steckt für mich die Weisheit in diesem Satz ES IST, WAS ES IST. Denn egal, wie unser Umgang letztlich damit aussieht, er erste Schritt ist immer, es anzuschauen und anzunehmen. Zu akzeptieren, dass ES IST, WAS ES IST.

Und der Satz geht ja eigentlich noch weiter: Es ist, was es ist, SAGT DIE LIEBE.

Ich habe in diesem Jahr einige persönliche Herausforderungen durchlaufen dürfen. Und dabei ist mir die Frage WAS WÜRDE DIE LIEBE TUN? ans Herz gewachsen und ein täglicher Begleiter und Ratgeber geworden. Wenn ich gar nicht mehr weiter weiß, stelle ich mir diese Frage. Immer.

Ich fahre damit ganz gut auf der Berg- und Talbahn durch mein Leben. Ich hatte und habe nicht immer eine Antwort, die ich greifen konnte oder rational verstehen, aber ich habe eine Orientierung. Sie ist wie ein Licht, das dich leiten kann. Und auch, wenn sich nicht alles damit sofort so löst, wie ich es mir vielleicht wünschen würde, es löst sich und mein Vertrauen darin, dass alles seinen Sinn hat, ist gewachsen.

Und natürlich beantwortet diese Frage nicht das Warum. WARUM es ist. Warum gibt es Corona? Warum jetzt? Warum wir? Aber ist das überhaupt so wichtig? Ist es nicht vielleicht viel wichtiger, sich selbst eine Orientierung und damit Stabilität geben zu können und sich mal zu fragen, worin die ganz persönliche Chance hierin liegt? Wie du diese Krise nutzen kannst, zu wachsen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen? Trotz Maske, trotz Angst, trotz Wut … oder gerade deswegen?

Was kannst du also lernen? Vielleicht … mit dir allein zurecht zu kommen? Anzunehmen, dass du nicht alles kontrollieren kannst? Zu lernen, einen größeren Sinn hinter dem, was ist, zu finden? Liebe zu geben? Andern eine Orientierung zu sein, ein Ruhepol?

Ja, WAS WÜRDE DIE LIEBE also TUN?*
Was sagt dir dein Herz?

In diesem Sinne,
LIEBST,
Zaza

PS Falls dir das mit der Liebe zu schräg ist, ersetze gern Liebe durch Gott oder Jesus. Die Frage funktioniert genauso gut, wenn sie heißt: Was würde Jesus tun?

3. Türchen: Wann hast du das letzte Mal gespielt?

Eigentlich reicht die Frage, gell?

Aber ich wurde gestern gerade gefragt, wie ich das meine und warum ich sowas frage. Also gibt es doch ein paar Zeilen dazu 😉

Das Warum, da bin ich mir sicher, erklärt sich von selbst, wenn es einfach ausprobierst mit dem Spielen. Ich sag nur Leichtigkeit und Lebensfreude … 🙂

Nun denn, dann werfe ich mal ein paar Ideen in deinen Tag:

Was könnte also Spielen alles sein? … zum Beispiel wenn du dich mit deinem Partner oder Kind durch das Alphabet singst beim Abwaschen, oder ihr tanzend aufräumt, ist das Spielen. Absurde Worte finden macht auch Spaß bei sehr eintönigen Arbeiten, wo man nicht denken muss … Und Wäsche, die dreckig herum liegt, eignet sich zum Beispiel hervorragend dazu, ins Ziel Wäschekorb geworfen zu werden. Oder wie wäre es mit einer kleinen Kissenschlacht zwischendurch?

Du hast es eilig nach Hause zu kommen, aber dein Spross sortiert jeden Stock auf dem Weg von links nach rechts? Spielt Hasche auf dem Weg nach Hause. Die Kids streiten sich? Nun bis zu einem gewissen Alter funktioniert es prima mal einen Wettbewerb auszuloben, wer am allerallerlängsten schweigen kann … oder ihr erzählt euch Witze.

Apropos Abendbrot: Kennst du den Spruch “Mit Essen spielt man nicht!”? Wenn du mich fragst, pfeif drauf! Muster mit bunten Gemüseschnitzchen auf dem Brot legen … oder Gesichter … es schmeckt einfach gleich viel besser. Formen in die Schnitte essen …

Auf meinem letzten Spaziergang hab ich mit mir selbst gespielt und Ausschau gehalten nach möglichst vielen Details auf dem Weg, die ich noch nie vorher bewusst wahrgenommen hatte. Es ist interessant, wie sich die Welt verändert, wenn man den Blickwinkel ändert.

Im Grunde kannst du alles zum Spiel machen … selbst Spiele ausdenken kann spielen sein. Die Überschrift ist immer: Wie kann ich das, was grad zu tun ist, mit mehr Freude und/oder Liebe tun?*

Dass Lernen spielerisch viel mehr fetzt und das Gelernte besser hängen bleibt, hat sich ja schon herum gesprochen, denke ich. Aber wusstest du, dass man mit ABC-Listen im Grunde spielerisch lernen kann, besser zu denken, zuzuhören und auch das Wesentliche vom Rest zu trennen? Schau mal bei Vera F. Birkenbihl vorbei als kleine Extra-Inspiration.

So, und nun … bleibt die Frage: Hast du heute schon gespielt? 😉
Ich freu mich auf deine Antwort und wenn du das Kommentarfeld unter dem Bild nicht sehen kannst, klicker bitte noch einmal auf die Überschrift, dann bist du direkt auf der Seite, die nur diesem Post hier gehört und da befindet sich dann auch ein groooßes Kommentarfeld. und weil wir grad dabei sind – WAS ist dein Lieblingsspiel?

Viel Freude wünsche ich dir!
Liebst, Zaza

*PS An der Stelle geht ein Riesendank an eine ganz besondere Freundin, die über sich selbst sagt, sie sei ein Spielkind und von der ich seeeeehr viel lernen durfte! Wenn du das liest, fühl dich gedrückt. Ich danke dir von Herzen für eine Extraportion an Lebensfreude!

PPS  Klick aufs Bild und du kannst es dir runter laden – oder rechte Maustaste …

2. Türchen: Alles ist gut.

Ich weiß, nicht immer fühlt sich das Leben so an. Und gerade jetzt, in dieser Zeit, in der sich im Außen scheinbar ständig alles ändert, halte ich es für wichtig, sich daran immer wieder zu erinnern, dass es in dir einen Ort gibt, in dem alles gut ist oder zumindest sein kann, wenn du es zulässt.

Von Eckhart Tolle durfte ich lernen, dass das JETZT, dieser gegenwärtige Moment das Einzige ist, was existiert. Wirklich real scheint nur die Gegenwart. Gestern ist längst nicht mehr jetzt und morgen ist es noch nicht. Und klar, wir wissen, morgen ist ein neuer Tag und morgen ist der 3. Dezember und auch der 12. und 30. werden kommen. Und am 1. wird die Miete fällig und so weiter. Doch wenn du JETZT mal inne hältst. Genau jetzt. Was ist da?

Bist du in Lebensgefahr? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du entweder rennen oder kämpfen und nicht das hier lesen. Also. Du bist nicht in unmittelbarer Gefahr. Du lebst. Du atmest. Du hast Internet und ein Handy oder einen Rechner, mit dem du dir das hier anschauen kannst. Wahrscheinlich hast du ein Dach über dem Kopf, eine Wohnung und einen Job. Du hast heute schon gefrühstückt, etwas getrunken …

Du kannst atmen, weil du auf der Erde lebst, wo das Gasgemisch um dich herum genau so beschaffen ist, dass es für dich bestens funktioniert, dass du atmen kannst. Auch der Druck passt genau zu dem, was dein Körper braucht. Wenn es regnet, fällt kostenfreies Wasser vom Himmel, dass die Luft wäscht, die Bäume und Pflanzen gießt.

Atme nochmal tief durch. Du hast einen Körper. Spürst du ihn? Zwickt ein bissel hier und da? Super! Das ist die Verbindung zu dir selbst, zu deiner Seele. … Wusstest du, dass du mit deinem Körper reden kannst? Dass du Antworten bekommst auf so Fragen wie: Was möchtest du gern essen? Was brauchst du gerade? Wie geht es dir?

Also alles in allem: Es ist gut. Alles ist gut. Ok, vielleicht nicht alles. Aber auf das Meiste hast du Einfluss. Du bist morgens zu müde? Geh eher schlafen. Du bist nicht fit genug? Beweg dich. (Das ist meine persönliche Challenge jeden Tag. 😉 ) Ist alles zuviel? Nimm dich mal raus. Delegier was ab. Geh in den Wald. Atme mal durch. …

Genau. Atme mal durch. jetzt. Schließ die Augen und spür mal in dich hinein, in dieses wunderbare Geschenk Leben. Dein Herz schlägt. spürst du es? Es schlägt für dich! Seit du auf der Welt bist. Ununterbrochen. Und das so lange, wie du als Mensch hier sein wirst. Weiterhin ununterbrochen. Allein dafür könnte man doch auf die Knie fallen und dankbar sein, oder?

Ok, was kannst du noch wahrnehmen? Die Katze, die grad neben dir liegt und schnurrt? Deine Kollegin, die auf ihrer Tastatur tippt? Wie riecht es? Kannst du die Luft um dich herum wahrnehmen? Spürst du deinen Atem, wie er durch die Nase ein und aus geht?

Also, egal was ist, außerhalb von dir, wenn du dich mal für einen Moment raus nimmst, die Augen schließt, sagen wir mal von 100 bis 0 rückwärts zählst und nichts weiter tust, als wahrzunehmen, was grad ist … dann ist doch alles gut, oder?

Ich wünsche dir, dass du diesen Punkt in dir findest und aktiv nutzen kannst. und vielleicht erinnert dich dieses fröhlich orangene Bildchen daran, wenn du es dir als Hintergrundbild auf dein Handy lädst.

Hab einen guten Tag!
Liebst, Zaza

PS Klick aufs Bild und du kannst es dir runter laden – oder rechte Maustaste …

PPS Da ich gern im Austausch mit dir bin … scroll gern ein wenig runter und hinterlasse mir einen Kommentar. Und wenn du das Kommentarfeld nicht siehst, dann klick noch mal oben auf dem Titel und du landest auf der Seite, die nur diesem Blog Beitrag gehört. Dann findest du ein Kommentarfeld 🙂 Vielen Dank für dich!

PPPS Es nimmt kein Ende heute 😂 … einen hab ich noch. Einen Hörtipp: Googel mal Pam Grout “Seid dankbar und werde reich” … und hör da mal rein. Das ändert deinen Blick aufs Leben auf jeden Fall! 😍

Orange on orange background and a meditating little lady …

1. Türchen: Sei doch einfach so, wie du bist …

Ein Rat, der Fragen aufwirft. Viele Fragen. Fragen wie:
Wer BIN ICH? Und wer ist ICH? Aus wessen Blickwinkel? Wie viele?

Na gut, machen wir es nicht zu kompliziert. Ich bin fürs Einfache und ich möchte dich vor allem an eins erinnern: Dass DU dir erlaubst DU zu sein. Aus dir heraus. So, dass DU dich wohl fühlst, so dass DU dich lieb hast – scheißmalegal, ob das jemand anders gern anders hätte.

Weil: Wenn es jeden von uns nur exakt einmal gibt auf dieser Welt, jetzt, hier und heute, dann hat das einen Grund. Und der kann eigentlich nur sein, dass es uns eben genauso braucht wie wir sind. GENAU. SO. – Also Originale, nicht Kopien. Und glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe. Ich hab es selbst als Kopie versucht. Ist nicht gut gegangen.

Wie auch. Als Kopie kannst du nicht auf deine ureigenen Superkräfte zurück greifen. Du stehst wackelig in dieser Welt und der Halt, der Kern dessen, wovon du Kopie bist, liegt außerhalb von dir und verwirrt dich in deiner Orientierung. Und wenn du richtig “daneben” gegriffen hast mit deinem Kopie sein, dann versuchst du Superkräfte zu finden und zu leben die gar nicht deine sind. Zugriff verweigert. Dann hast du den Salat.

Und ja, du hast richtig gelesen: Superkräfte. Eine meiner Superkräfte ist, dass ich mich ganz gut ausdrücken kann. Dafür stehen mir viele Worte, richtig viele, zur Verfügung. Sinnvoll eingesetzt, wie zum Beispiel in diesem Post, kann ich damit vielleicht andere Menschen inspirieren, über ihre Superkräfte nachzudenken und wieder sich wieder ein selbst Stück näher zu kommen.

Manchmal tarnen sich Superkräfte aber auch und man erkennt sie erst einmal nicht, weil man denkt, sie sind schlecht. Meine zum Beispiel: Ich wurde als kleines Mädel von meiner Großmutter Schnattchen* genannt, weil ich ständig alles kommentiert hab, mitunter auch singend – zur Verzweiflung meiner Eltern. Ok, das Singen nicht, aber dieses ständige Geplapper … Ich wurde wirklich oft gefragt, wann der Mund endlich mal still steht. 😉 Schnattchen … ein zweifelhafter Ruf.

Ich bin nicht selten Menschen damit ordentlich auf die Nerven gegangen (und tu das heute noch), dass ich so gern rede. Nun könnte man meinen, das das wirklich eher ein Übel als eine Superkraft ist. Dabei macht die Dosis das Gift, würde ich sagen. Oder anders: Es gibt Situationen und Berufe, da macht echt das Sinn, mit so vielen Worten ausgestattet zu sein.

Wie ich oben schon schrieb: zum Beispiel in so einem Blog. Oder wenn ich Bilderrätsel zeichne und Begriffe verrätsele. Mit vielen Worten kann man auch viele Fragen stellen. Ich erfahre auf die Art recht viel, wenn ich das möchte. Ich könnte jemanden schwindelig quasseln, wenn es sein muss …

Im Ernst – Fragen stellen hilft mir in meinem Job als Grafikerin, weil ich so ganz gut heraus bekomme, was meine Kunden sich wirklich wünschen.

Welche Superkraft hast du? Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht? Was ist die Eigenschaft, die einfach zu dir gehört und die dir unangenehm ist, dich nervt? Die, die du zu gern lieber abwählen würdest? Schau doch mal genau hin. Heb mal den Schleier und schau mal genau hin! Ich bin sicher, dass es darunter glitzert …

Es gibt ein Wiegenlied für mich, in dem heißt es “… und werde DU”. Ich mag diese Zeile. Und darum möchte ich dich heute an dich erinnern. Weil wir uns viel zu selten erlauben, ICH zu sein. und immer mehr zu werden.

Ich wünsche dir einen Advent mit vielen wunderbaren “Ich erlaube mir, zu sein, wer ICH BIN”-Momenten. Immer mehr!

Liebst,
deine Zaza

PS Download: Klick aufs Bild – Dieses Bild ist für Handys als Hintergrundbild optimiert.
Du kannst es dir aber auch ausdrucken.

* auch Schnatterinchen – das ist die kleine Ente im Abendgruß vom DDR-Sandmann, die immer so viel geschnattert hat – angeblich! 😉

Sonne!

Es ist früher Nachmittag an einem typischen grau-in-grauen Novembertag. Die letzten leuchtenden Bäume werfen ihre gelben Blätter ab. Der Himmel ist wolkenverhangen. Es regnet und stürmt. Nicht unbedingt das Wetter, das dir die gute Laune ins Gesicht schickt oder die Sonne ins Herz.

Ich – strahlend, gut gelaunt und in eine duftenden Wolke gehüllt, betrete die Räume einer meiner Kunden. Mein Termin, der Chef des Hauses, kommt gerade aus einem Meeting gerannt, hat sein nächstes ohne Pause jetzt mit mir. Ich vermute, er hat überhaupt noch keine Pause gemacht heute und viel zu wenig getrunken. Sein Handy klingelt ohne Unterlass, seine Sekretärin winkt mit einem Stapel Telefonnotizen … Kurz er wirkt gehetzt und ich könnte mir vorstellen, dass er jetzt gerade viel lieber in aller Ruhe einen Kaffee trinken würde und mal durchatmen, als über unsere gemeinsamen to-do’s für das nächste Jahr zu sprechen.

Wir geben uns die Hand. Ich gut gelaunt, strahlend. Er in Gedanken noch gar nicht richtig da, sehr freundlich und … ja auf einmal verändert sich sein Gesicht. Es ist ihm anzusehen, dass ihm nicht ganz klar ist, was gerade vor sich geht und warum es seine Mundwinkel wie von alleine nach oben zieht. Die Verwandlung ist selbst für mich – und ich ahne den Grund seiner Veränderung – erstaunlich deutlich. Er hält kurz inne, schüttelt fast unmerklich den Kopf, richtet sich innerlich auf, bestellt bei seiner Sekretärin zwei Kaffee und Wasser für uns, begleitet mich in den Meetingraum, setzt sich, sagt noch einmal laut “So!” … und ist erst einmal still … Er atmet – mittlerweile sehr gut gelaunt – tief durch, kommt sichtbar an im Hier und jetzt. Was folgt, ist ein ausgesprochen heiteres Meeting. Sehr kreativ und gelöst besprechen wir das nächste Jahr. Der Auftrag wird ein wenig umfangreicher sein, als angekündigt und wir sind sogar eher fertig, als geplant. Ihm bleiben jetzt noch ein paar Minuten, um wirklich mal durch zu atmen.

Was ist passiert?

Nun, ich hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes in Schale geworfen – auf meine ganz eigene Art: Ich trug meine Lieblingskombi an ätherischen Ölen verschiedener Zitrusfrüchte an mir: Orange und Limette.

Wer schon mal an einer Orangenschale gerochen hat, kennt das: Es zieht einem die Mundwinkel noch. Das können so Öle. 😉 Und Orange und Limette ergeben an so grau-grauen Tagen eine Mischung, die zieht nicht nur die Mundwinkel hoch, die schickt einem die Sonne, in der sie gereift sind, direkt ins Gemüt. Sehr zuverlässig. Es ist, als würden die beiden sich küssen und als entstehe dabei etwas Magie. Sonnenmagie.

Ich nutze das seit vielen Jahren, dieses Licht, das in “meinen Ölen” steckt. Seitdem ist mein November nicht mehr so grau und auch die Menschen, die mir begegnen, fangen an zu lächeln oder entspannen sich spontan und genießen es, wenn etwas anderes durch das Grau hindurch strahlt und leuchtet.

Also, wenn du das nächste Mal eine (bitte BIO!)-Zitrone oder Orange, Grapefruit usw. auspresst, drück doch mal die Schale zusammen und riech dran. Oder schnuppere an deinen Händen. Augen zu und durchatmen. Ich bin sicher, du kannst den Sommer und die Sonne, die diese Früchte hat reifen lassen, für einen Moment spüren.

Und wenn du ein wenig mehr wissen möchtest, über meine Öle, oder dir welche bestellen magst, dann sprich mich gern an und ich erzähle dir mehr. Versprochen.

In diesem Sinne, Sonne satt!
Deine Zaza

PS und ja, dieses Motiv kannst du dir auch in meinem Spreadshirt-Shop bestellen …

Hatschi!

Ich mag den Herbst. Aus einem grünen Wald wird ein bunter. Der Wein färbt sich rot, die Bäume werden gelb und fangen an zu leuchten. Seid ihr schon mal an so einem grau-trüben regnerischen Herbsttag an einer Reihe von gelb leuchtenden Bäumen vorbei gelaufen? Es ist, als würden sie die Straßen beleuchten. Das hat etwas magisches und ruft nach heißem Apfelsaft mit Ingwer und Zimt und nach Esskastanien … Achtet mal drauf, die ersten Bäume leuchten schon!

Ich war neulich für meinen langen Spaziergang offenbar nicht warm genug angezogen und hatte doch tatsächlich kurz mit einer Erkältung zu tun, die gern eine geworden wäre 😉 Omas Hausmittelchen sei Dank hatte sie keine Chance und ich bin wieder fit. Darum hab ich mir überlegt, einige dieser Hausmittelchen, die mir immer wieder helfen, gesund zu bleiben, mit euch zu teilen. Vielleicht hilft es ja …

Also, wenn ich merke, es kratzt leicht im Hals, die Nase juckt und so insgesamt ist mir ein klein wenig kälter als sonst, dann lass ich meist alles fallen, sage (wenn es irgend geht) meine Termine ab, besorge mir Ingwer, Zitronen, Honig und eine große Zwiebel (hab ich im Herbst meist sowieso im Haus … man weiß ja nie 😉 ) und koche mir einen Ingwertee aus frischem Ingwer. Ja nur frischer Ingwer, mehr nicht – einfach in Scheiben schneiden, 10min köcheln lassen und mitsamt Ingwerscheiben ab in die größte Tasse, die du finden kannst. Da kann dann der Saft einer halben Zitrone mit rein und ein bissel Honig.

Während der Ingwer vor sich hin köchelt, schneide dir die Zwiebel in Scheiben – es sollte eine normale Gemüsezwiebel sein, die hat die meiste Kraft. Die Zwiebelscheiben legst du dir in die Socken. Das ist ein bissel unangenehm am Anfang und kalt und es läuft sich damit auch nicht wirklich gut, aber du gehst ja eh ins Bett gleich und beim Schlafen stören sie echt nicht. Die Zwiebeln ziehen alles raus, entgiften quasi. Du könntest sie dir auch um den Hals wickeln, aber das stinkt. Also ab damit in die Socken.

So und nun schnapp dir dein Lieblingsbuch, Tagebuch oder ein schönes Hörbuch und kuschel dich ins Bett und trink in aller Ruhe deinen Tee aus. Und dann schlaf. Schlaf, schlaf, schlaf dich aus. Falls du so gar keine Idee hast, was dir zum Tee gefallen könnte, hör hier mal rein. Das ist eine inspirierende Podcastfolge, in der du wunderbare Tipps bekommst, falls diese akute Erste Hilfemaßnahme nicht fruchtet und dein Körper ein bissel mehr Ruhe und Zeit braucht, um gesund zu werden. Und ja, falls dir die Zeichnungen bekannt vor kommen, da hatte ich einen kleinen Anteil dran. ☺️

Nach dieser Zwiebel-in-den-Socken-Nacht wirst du dich vermutlich am nächsten Morgen viel besser fühlen. Ich hab auf diese Art schon einige Anginas (Anginen, Angini? Wie denn nun?), Schnupfen verabschiedet, bevor sie so richtig ausbrechen konnten.

In diesem Sinne, bleibt gesund und genießt die vielen bunten Farben, dieses wunderbare Licht, das es nur im Herbst gibt!

liebst, eure Zaza

PS 🤩 Dieses Motiv kannst du dir übrigens bei 🍁 Redbubble 🍁 bestellen … als wärmende Decke, als Laptoptasche, Shirt, Kleid, Handyhülle, Uhr, Duschvorhang, Minirock, Untersetzer … Am besten du schaust selbst, ob du dich an die vielen intensiven Farben, die der Herbst jedes Jahr für uns bereit hält, in dieser Form erinnern lassen magst. 🤩